Der Finnland-Krimi "Die Kälte der Wahrheit" von Leena Lehtolainen lässt mich mich zwiespältigen Gefühlen zurück. Einerseits gefällt mir die Beschreibung der Landschaft im hohen Norden Finnlands, die Tatsache, dass in der großen Weite gleichwohl ein Plot wartet, der an ein Locked Room-Szenario erinnert. Ein Plot, der zudem spannend ist und für einige Wendungen und Überraschungen sorgt, dabei den Spannungsbogen gekonnt hält. Die Beschreibung eines kleinen aber ultrafeinen Luxushotels mit innovativer Architektur und großer Geheimhaltung liefert ein reizvolles Szenario, und obendrein gibt es Verstrickungen zu russischen Kreisen, wo Legales und Illegales gleitend ineinander übergehen. So weit das Positive. Allerdings hat die Autorin mit der Figur der Leibwächterin Hilja wirklich übertrieben. Ich habe es ja schon wiederholt in anderen Postings geschrieben: Ich kann mich einfach nicht dafür erwärmen, wenn die Hauptfigur die Mutter (oder der Vater) aller Schmerzen ist, vom Schicksa...