Wie die Mutter, so die Tochter, könnte man sagen bei dem Schwesdenkrimi "Bachelorette Party" von Camilla Sten. Denn deren Mutter Viveca Sten schreibt ebenfalls schon lange und erfolgreich Krimis, die ebenfalls häufig in der schwedischen Schärenlandschaft spielen. Hier ist auch der Schauplatz der Bachelorette Party, die Ich-Erzählerin Tessa zusammen mit ihrer Schwester und mehreren Jugendfreundinnen besucht, um den Junggesellinnenabschied Annelieses in einem Yoga-Retreat auf einer kleinen Schäreninsel zu feiern. Tessa allerdings hat durchaus ein paar eigennützige Motive: Ihre Podcast-Karriere über true crimes endete aprupt, als der Vater eines jugendlichen Mörders, dem sie erst aggressiv nachstellte und dessen Zitate sie dann aus dem Zusammenhang gerissen und reißerisch verwendete, Suizid beginn. Das war auch das Ende der Beziehung zu ihrer Produzentin, bedeutete Geldsorgen, ein drohendes Gerichtsverfahren und den Verlust des sozialen Status. Doch die Junggesellinnenparty kön...
Lucy Clarke ist bekannt für ihre Psychothriller, die in der Regel mit verschiedenen Zeitperspektiven und an exotischen, schönen Orten spielen. Ihr nun wieder aufgelegter Debütroman "Sea Sisters" nimmt da schon einiges vorneweg. Allerdings geht es hier nocht um ein Verbrechen, sondern die komplizierte Beziehung zweier Schwestern, zwischen denen plötzlich keine Aussprache mehr möglich ist. Die Rollen der Schwestern schienen von Kindheit an klar verteilt: Katie, die Ältere - vernünftig, verantwortungsbewusst, planvoll und vorausschauend. Die drei Jahre jüngere Mia die Wilde, Unberechenbare, Spontane, die sich nicht an feste Regeln halten will. Dennoch waren die beiden als Kinder sehr eng verbunden. Als Erwachsene hat sich etwas verschoben, gerade als die alleinerziehende Mutter der Schwestern an Krebs erkrankte und es Katie war, die Pflege und Sterben der Mutter alleine durchstehen musste, während Mia sich der Situation nicht stellen wollte oder konnte. Doch dann kommt der Tag,...