Granteln tut der Dimpfelmoser, Chef des Polizeireviers im bayerischen Wörth, ja eh gern und oft. Doch jetzt ist es ganz besonders schlimm: Ausgerechnet an einem Sonntag, wenn ihm der Sinn nach seiner traditionellen Bratwurst und Mass Bier im Gasthof trachtet, zitieren ihn seine Großeltern zu sich: Sie wollen ihm ihr schönes Bauernhaus überschreiben und in eine Seniorenresidenz ziehen. Dimpfelmoser soll im Gegenzug endlich seine Langzeitfreundin heiraten. Da verschlägt´s dem bindungsscheuen Polizisten doch glatt die Lust auf Bratwurst und Bier!
Ruhe kehrt auch nicht ein, als die Großeltern schon mal zur Probe in die Seniorenresidenz ziehen. Nicht genug, dass der Heimleiter eine eher dubiose Figur ist und obendrein im Zusammenhang mit Grundstücksspekulationen die alten Leute womöglich schon bald auf der Straße stehen. Ein Heimbewohner wird tot aufgefunden - hat der alte Tscheche womöglich mit dem Zigarettenschmuggel zu tun, der in der Seniorenresidenz und im Ort grassiert? Und was ist mit einer weiteren Leiche, die in einem Auto in der Donau gefunden wird und offensichtlich keines natürlichen Todes starb?
In "der Mordgrantler" lässt Stefan Limmer seinen zunehmend schlecht gelaunten Bajuwaren-Kommissar durch die Abgründe der bayerischen Provinz irren, in einer zunehmend bleihaltigen Luft. Nicht nur das schon wieder bereute Heiratsversprechen treibt seine Laune in den Keller, sondern auch der intrigante und sportlich durchtrainierte Pfarrer, ein Chef, der sich in seine Ermittlungen einmischt, ganz zu schweigen von wiederholt verpassten Bratwürsten. Da wird der Grantler doch gleich noch grantiger!
"Cozy" ist angesichts kernig-bajuwarischer Derbheit vielleicht ein etwas unpassender Begriff für diesen Krimi mit überdrehten Provinzhelden und einer Polizeiarbeit, die zwar mit dem wirklichen Leben so gar nichts zu tun hat, aber ja auch deutlich augenzwinkernd beschrieben ist. Für Freunde bayerischer Originale eine leicht zu lesende und unterhaltsame Schmonzette.
Stefan Limmer, Der Mordsgrantler
Ullstein-Verlag, 2019
302 Seiten, , 8,99 Euro
ISBN-13: 9783843718530
Ruhe kehrt auch nicht ein, als die Großeltern schon mal zur Probe in die Seniorenresidenz ziehen. Nicht genug, dass der Heimleiter eine eher dubiose Figur ist und obendrein im Zusammenhang mit Grundstücksspekulationen die alten Leute womöglich schon bald auf der Straße stehen. Ein Heimbewohner wird tot aufgefunden - hat der alte Tscheche womöglich mit dem Zigarettenschmuggel zu tun, der in der Seniorenresidenz und im Ort grassiert? Und was ist mit einer weiteren Leiche, die in einem Auto in der Donau gefunden wird und offensichtlich keines natürlichen Todes starb?
In "der Mordgrantler" lässt Stefan Limmer seinen zunehmend schlecht gelaunten Bajuwaren-Kommissar durch die Abgründe der bayerischen Provinz irren, in einer zunehmend bleihaltigen Luft. Nicht nur das schon wieder bereute Heiratsversprechen treibt seine Laune in den Keller, sondern auch der intrigante und sportlich durchtrainierte Pfarrer, ein Chef, der sich in seine Ermittlungen einmischt, ganz zu schweigen von wiederholt verpassten Bratwürsten. Da wird der Grantler doch gleich noch grantiger!
"Cozy" ist angesichts kernig-bajuwarischer Derbheit vielleicht ein etwas unpassender Begriff für diesen Krimi mit überdrehten Provinzhelden und einer Polizeiarbeit, die zwar mit dem wirklichen Leben so gar nichts zu tun hat, aber ja auch deutlich augenzwinkernd beschrieben ist. Für Freunde bayerischer Originale eine leicht zu lesende und unterhaltsame Schmonzette.
Stefan Limmer, Der Mordsgrantler
Ullstein-Verlag, 2019
302 Seiten, , 8,99 Euro
ISBN-13: 9783843718530
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