Nele Neuhaus zählt schon seit Jahren zu den deutschen Krimi-Bestsellerautorinnen. Der Ullstein Verlag hat der Autorin der Taunuskrimis um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein nun eine Neuauflage der ungekürzten Originalversion der ersten Fälle des Ermittlerduos spendiert. Sicher auch eine nette Geste mit Blick auf diejenigen Leser, die erst später zu der Reihe gestoßen sind. Das gilt auch für mich - nach einer ganzen Reihe von Jahren im Ausland ist mir auf dem deutschen Buchmarkt zwischen gelegentlichen Stippvisiten einfach sehr viel entgangen.
Für das Verständnis der jeweils aktuellen Fälle, die immer in sich abgeschlossen sind, muss man die Vorgängerromane ja nicht unbedingt kennen - aber die Entwicklunger der Ermittler lassen sich so leichter nachvollziehen, und es taucht etwa im ersten Band "eine unbeliebte Frau" eine Personn auf, die auch in einem der jüngeren Taunuskrimis eine Rolle spielt. Mal ganz zu schweigen von den re-running characters aus Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichtsmedizin!
In "eine unbeliebte Frau" hat sich Pia Kirchhoff nicht nur vom noch-Ehemann verabschiedet, sondern auch vom repräsentierenden Gattinnen-Dasein und der Großstadt Frankfurt. Im Taunusdorf steigt sie nicht nur wieder in den Beruf ein, sondern kann auch nach Herzenslust ihrer Tierliebe frönen. Jedenfalls, wenn keine Leiche dazwischen kommt, so wie Isabell, die "unbeliebte Frau". Ein schönes Biest, wie sich nach dem Fund der Leiche am Fuße eines Aussichtsturms herausstellt und auch Unfall scheidet als wahrscheinliche Todesursache schnell aus. Ein Motiv, die schöne Isabell ins Jenseits zu befördern, hätten schließlich so einige, vom gehörnten Ehemann und Vater der verschwundenen kleinen Tochter über diverse Geliebte und Geschäftspartner. Selbst im Familiekreis der Toten hält sich die Trauer in Grenzen - eine ungeliebte Frau eben.
Neuhaus legt für ihre Leser zahlreiche falsche Spuren aus, was mitunter der durchgängigen Spannung im Weg steht. Aber schließlich wollen ja die Charaktere der Taunusreihe eingeführt und vertieft werden! Für Fans schon allein wegen des "Wie war das noch mal"-Effekts eine gute Sache.
Nele Neuhaus, Eine unbeliebte Frau
Ullstein, 2019
448 Seiten, 12 Euro ISBN-13 9783548291772
Für das Verständnis der jeweils aktuellen Fälle, die immer in sich abgeschlossen sind, muss man die Vorgängerromane ja nicht unbedingt kennen - aber die Entwicklunger der Ermittler lassen sich so leichter nachvollziehen, und es taucht etwa im ersten Band "eine unbeliebte Frau" eine Personn auf, die auch in einem der jüngeren Taunuskrimis eine Rolle spielt. Mal ganz zu schweigen von den re-running characters aus Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichtsmedizin!
In "eine unbeliebte Frau" hat sich Pia Kirchhoff nicht nur vom noch-Ehemann verabschiedet, sondern auch vom repräsentierenden Gattinnen-Dasein und der Großstadt Frankfurt. Im Taunusdorf steigt sie nicht nur wieder in den Beruf ein, sondern kann auch nach Herzenslust ihrer Tierliebe frönen. Jedenfalls, wenn keine Leiche dazwischen kommt, so wie Isabell, die "unbeliebte Frau". Ein schönes Biest, wie sich nach dem Fund der Leiche am Fuße eines Aussichtsturms herausstellt und auch Unfall scheidet als wahrscheinliche Todesursache schnell aus. Ein Motiv, die schöne Isabell ins Jenseits zu befördern, hätten schließlich so einige, vom gehörnten Ehemann und Vater der verschwundenen kleinen Tochter über diverse Geliebte und Geschäftspartner. Selbst im Familiekreis der Toten hält sich die Trauer in Grenzen - eine ungeliebte Frau eben.
Neuhaus legt für ihre Leser zahlreiche falsche Spuren aus, was mitunter der durchgängigen Spannung im Weg steht. Aber schließlich wollen ja die Charaktere der Taunusreihe eingeführt und vertieft werden! Für Fans schon allein wegen des "Wie war das noch mal"-Effekts eine gute Sache.
Nele Neuhaus, Eine unbeliebte Frau
Ullstein, 2019
448 Seiten, 12 Euro ISBN-13 9783548291772
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