Dass in einer Ehe Zweifel an der Treue des Partners oder der Partnerin aufkommen, ist vermutlich nicht zu selten. Was aber, wenn man sich fragen muss, ob vor der Hochzeit so eine entscheidende Kleinigkeit wie eine bereits bestehende Ehe nicht erwähnt wurde? Um die Suche nach so einer dann doch eher unangenehmen Wahrheit geht es in Rona Halsalls Psychothriller "Die Doppelehe", in der die schwangere Emma plötzlich arge Zweifel an ihrem Ehemann Sam bekommt. Denn als sie ihn anzurufen versucht, meldet sich eine unbekannte Frau, die behauptet, Sams Ehefrau zu sein und Emma des Stalking beschuldigt...
Und je mehr Emma über ihren bisherigen Traummann nachdenkt, desto mehr gerät sie ins Grübeln in diesem Beziehungsroman voller Twists und Überraschungen. Denn hier haben so gut wie alle Protagonisten mindestens ein Geheimnis und die scheinbare Idylle unweit des britischen Lake Districts löst sich nach und nach auf. Merkwürdige Vorfälle und beinahe-Katastrophen lassen Emma erst an ihrem Verstand zweifeln und dann Sinistres befürchten. Doch was hat sie eigentlich selber zu verbergen?
Wer schon immer daran zweifelte, dass eine Ehe so eine gute Idee ist, wird sich in diesem Roman bestätigt fühlen, und wem bei Pärchenharmonie immer einm bißchen gruselig zumute ist, ebenso. "Drum prüfe, wer sich ewig bindet" ist eine klare Empfehlung beim Lesen dieses Buches. Dabei ist Emma eine Figur, mit der ich nicht wirklich warm werde, trifft sie doch eine Menge impulsiver und ziemlich dummer Entscheidungen, die ich als Leserin kopfschüttelnd verfolgte. Vieles habe ich kommen sehen, aber für ein paar Überraschungen war das Buch auf jeden Fall gut und Langeweile ist keinesfalls aufgekommen.
Rona Halsall, Die Doppelehe
Bookouture 2024
9781835253007
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