Upps, da ist ja mal wieder eine Krimireihe völlig an mir vorbeigerauscht, bis ich neulich im offenen Bücherschrank bei "Unter Strom" von Eva Rossmann zugriff und erkannte, dass es sich bereits um den 14. Roman aus der Reihe um die Journalistin Mira Valensky und ihre patent-temperamentvolle Freundin Vesna Krajner handelt. Auch ohne die Vorgeschichte der jeweiligen Patchwork-Familien zu kennen, kommt man allerdings auch als Neuleserin gut in das Beziehungsgeflecht der Hauptpersonen rein.
Das Thema jedenfalls ist allemal spannend und aktuell: Während eines privaten Besuchs in einer Weinbaugegend rennt Mira Valensky unabsichtlich beim ungeliebten Jogging aus dem Wald in eine Übung des Bundesheeres in der Nähe einer Gasleitung. Der Zwischenfall weckt die Journalistin in ihr: Könnten die Pipelines ein Ziel von Terrorangriffen sein? Wie steht es überhaupt um die Abhängigkeit von internationalen Zulieferern und alternative Energieträger? Was hat es mit dem engen Geflecht von Politik und Wirtschaft ausgerechnet in dieser Branche auf sich, wo ehemalige Politiker - nicht nur in Österreich! - plötzlich zu Lobbyisten werden?
Dass sich der Kontakt beim Bundesheer als ausnehmend distinguiert-charmanter Offizier entpuppt, beschert Mira gleichermaßen Herzklopfen wie eine kleine Ehekrise, während Vesnas Kinder sich als Umweltaktivisten einem neuen Bewegung auf sozialen Medien anjschließen, von der sich Mira nicht sicher ist: Grüne Umwelt-Ritter oder verkappte Öko-Terroristen? Pipelines fliegen in die Luft und die geplante Reportageserie, mit der Mira verschiedene Aspekte von Energiethemen abklopfen will, wird plötzlich deutlich eingedampft. Der Besuch eines Lobbyisten bei Chefredaktion und Geschäftsführung und die Anzeigen eines kritisch betrachteten Energiekonzerns dürftten dabei nicht ganz unschuldig sein.
Doch Mira gibt nicht auf, sondern ermittelt mit ihrem erweiterten Familienclan auf eigene Faust. Privates und Berufliches verbinden sich da plötzlich, so dass der Familienrat bei reichlich gutem Essen (Achtung, bei diesem Buch macht Lesen hungrig!) tagen muss....
Trotz des durchaus ernsten Themas bleiben Humor und Selbstironie nicht auf der Strecke bei diesem Ökokrimi mit ein bißchen Wiener Schmäh. "Unter Strom" ist zwar bereits 2014 erschienen, die Aktualität des Buchs hat sich seitdem aber eher noch erhöht. Nicht nur für Umweltbewegte spannende Unterhaltung.
Eva Rossmann, Unter Strom
Bastei-Lübbe, 2014
ca 350 Seiten, 8,99 Euro
ISBN 978-3-404-17184-2
Das Thema jedenfalls ist allemal spannend und aktuell: Während eines privaten Besuchs in einer Weinbaugegend rennt Mira Valensky unabsichtlich beim ungeliebten Jogging aus dem Wald in eine Übung des Bundesheeres in der Nähe einer Gasleitung. Der Zwischenfall weckt die Journalistin in ihr: Könnten die Pipelines ein Ziel von Terrorangriffen sein? Wie steht es überhaupt um die Abhängigkeit von internationalen Zulieferern und alternative Energieträger? Was hat es mit dem engen Geflecht von Politik und Wirtschaft ausgerechnet in dieser Branche auf sich, wo ehemalige Politiker - nicht nur in Österreich! - plötzlich zu Lobbyisten werden?
Dass sich der Kontakt beim Bundesheer als ausnehmend distinguiert-charmanter Offizier entpuppt, beschert Mira gleichermaßen Herzklopfen wie eine kleine Ehekrise, während Vesnas Kinder sich als Umweltaktivisten einem neuen Bewegung auf sozialen Medien anjschließen, von der sich Mira nicht sicher ist: Grüne Umwelt-Ritter oder verkappte Öko-Terroristen? Pipelines fliegen in die Luft und die geplante Reportageserie, mit der Mira verschiedene Aspekte von Energiethemen abklopfen will, wird plötzlich deutlich eingedampft. Der Besuch eines Lobbyisten bei Chefredaktion und Geschäftsführung und die Anzeigen eines kritisch betrachteten Energiekonzerns dürftten dabei nicht ganz unschuldig sein.
Doch Mira gibt nicht auf, sondern ermittelt mit ihrem erweiterten Familienclan auf eigene Faust. Privates und Berufliches verbinden sich da plötzlich, so dass der Familienrat bei reichlich gutem Essen (Achtung, bei diesem Buch macht Lesen hungrig!) tagen muss....
Trotz des durchaus ernsten Themas bleiben Humor und Selbstironie nicht auf der Strecke bei diesem Ökokrimi mit ein bißchen Wiener Schmäh. "Unter Strom" ist zwar bereits 2014 erschienen, die Aktualität des Buchs hat sich seitdem aber eher noch erhöht. Nicht nur für Umweltbewegte spannende Unterhaltung.
Eva Rossmann, Unter Strom
Bastei-Lübbe, 2014
ca 350 Seiten, 8,99 Euro
ISBN 978-3-404-17184-2
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