Harter Bulle vom Hamburger Kiez wird plötzlich auf den verlassenen Posten des einzigen Polizisten auf einer zu Hamburg gehörenden Nordseeinsel versetzt: Das ist die Ausgangslage von "Plötzlich Inselpolizist" von Nicole Drawer. Die Vorgesetzten waren es einfach leid, wie Frank Bartels, Mitte 40, voller Sturm und Drang in seinem Revier aufräumte und dabei reichlich Material verschliss bei seinem mitunter eher unorthodoxem Vorgehen. Auf der Insel, so das Kalkül, würde er wohl kaum Schaden anrichten können.
Großstadtpflanze Bartels fühlt sich völlig außerhalb seines Elements. Skurrile Inselbewohner, die sich am Stammtisch gegen ihn zu verschwören scheinen, immer nur Wind und überhaupt viel zu viel Natur: Bartels will eigentlich nur wieder weg. Gelegenheit, sich zu profilieren, hat er schon bald: Eine Leiche am Strand, ausgerechnet kurz vor einer Sturmflut, stellt ihn vor ganz neue Herausforderungen: Keine Spurensicherung, keine Kripo, aber immerhin hat der Inselarzt eine Vergangenheit als Rechtsmediziner. Bis er es dann doch schöne fand, mit lebenden Patienten zu arbeiten.
Bartels ist überzeugt, eine lückenlose Aufarbeitung des Todesfalls könnte seine Rückfahrkarte aufs Festland sein. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Im Ringen um das Vertrauen der Insulaner findet er Unterstützung bei der örtlichen Tierärztin, stößt sonst aber vor allem auf eine Mauer des Schweigens.
Als harter Kiezbulle wirkt Bartels nicht so recht überzeugend und überhaupt sind fast alle der Buchfiguren wie karrikiert, das allerdings auf liebenswert-schrullige Art. Insgesamt ist dieser Nordseekrimi mehr cozy als spannend,. Wenn die Sturmwolken auf den letzten Seiten endlich verfliegen, sieht Bartels nicht nur ermittlungstechnisch klarer und auch ein Hauch von Romanze liegt in der Luft. Wetten, dass es da noch den einen oder anderen Folgeband gibt?
Fazit: eher leichtgewichtig aber ganz nett.
Nicole Drawer
Plötzlich Inselpolizist. Der erste Fall für Frank Bartels
Midnight, 2019
400 Seiten
ISBN 9783958192607
.
Großstadtpflanze Bartels fühlt sich völlig außerhalb seines Elements. Skurrile Inselbewohner, die sich am Stammtisch gegen ihn zu verschwören scheinen, immer nur Wind und überhaupt viel zu viel Natur: Bartels will eigentlich nur wieder weg. Gelegenheit, sich zu profilieren, hat er schon bald: Eine Leiche am Strand, ausgerechnet kurz vor einer Sturmflut, stellt ihn vor ganz neue Herausforderungen: Keine Spurensicherung, keine Kripo, aber immerhin hat der Inselarzt eine Vergangenheit als Rechtsmediziner. Bis er es dann doch schöne fand, mit lebenden Patienten zu arbeiten.
Bartels ist überzeugt, eine lückenlose Aufarbeitung des Todesfalls könnte seine Rückfahrkarte aufs Festland sein. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Im Ringen um das Vertrauen der Insulaner findet er Unterstützung bei der örtlichen Tierärztin, stößt sonst aber vor allem auf eine Mauer des Schweigens.
Als harter Kiezbulle wirkt Bartels nicht so recht überzeugend und überhaupt sind fast alle der Buchfiguren wie karrikiert, das allerdings auf liebenswert-schrullige Art. Insgesamt ist dieser Nordseekrimi mehr cozy als spannend,. Wenn die Sturmwolken auf den letzten Seiten endlich verfliegen, sieht Bartels nicht nur ermittlungstechnisch klarer und auch ein Hauch von Romanze liegt in der Luft. Wetten, dass es da noch den einen oder anderen Folgeband gibt?
Fazit: eher leichtgewichtig aber ganz nett.
Nicole Drawer
Plötzlich Inselpolizist. Der erste Fall für Frank Bartels
Midnight, 2019
400 Seiten
ISBN 9783958192607
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